Berlin, 10.03.2026 – Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) fordert die Bundesregierung auf, die Förderprogramme im Rahmen der Holzbauinitiative verlässlich auszustatten, anstatt zu kürzen. Hintergrund ist ein Förderstopp des Bundeslandwirtschaftsministeriums beim Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ (FPNR), über das zentrale Maßnahmen zur Stärkung des Holzbaus finanziert werden.
DHWR-Präsident Jörn Kimmich erklärt:
„Der Förderstopp aus dem Landwirtschaftsministerium gefährdet die Ziele der Holzbauinitiative. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen investive Maßnahmen und Impulsgeber nicht gestrichen werden. Im Gegenteil: Jetzt ist der Zeitpunkt, um in die Zukunft zu investieren. Denn am Holzbau hängen zahlreiche Arbeitsplätze – vom Sägewerk bis hin zum Bauunternehmen. Wer die Förderprogramme für innovative Holzverwendungen kürzt, schwächt damit auch Innovation und Wertschöpfung einer Branche, die gerade im ländlichen Raum zu den wichtigsten Arbeitgebern gehört.“
Im Rahmen des Förderstopps wurden mehrere Anträge wegen fehlender Mittel abgelehnt, die in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen und Forschungsinstituten der Holzwirtschaft auf den Weg gebracht wurden. Betroffen sind unter anderem Programme zur Steigerung des Einsatzes von Holz im konstruktiven Wohn- und Nichtwohngebäudebau sowie zur stärkeren Nutzung von Laubholz im konstruktiven Holzbau. Beide Programme leisten einen unmittelbaren Beitrag zur Umsetzung der Holzbauinitiative der Bundesregierung.
Hintergrund:
Das Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ (FPNR) ist das zentrale Förderinstrument des Bundes zur Unterstützung von Forschung, Entwicklung und Demonstrationsprojekten rund um nachwachsende Rohstoffe. Im Rahmen des Programms werden auch zentrale Maßnahmen der Holzbauinitiative der Bundesregierung finanziert. Dazu gehören Förderaufrufe zur „Steigerung des Einsatzes von Holz im konstruktiven Wohn- und Nichtwohngebäudebau“, zur „Steigerung des Einsatzes von Laubholz im konstruktiven Holzbau“ sowie zum „Sanieren und Modernisieren mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen“. Die Umsetzung des Programms erfolgt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Projektträger.
