Berlin, 20.01.2026 – Bundeskanzler Friedrich Merz traf sich mit den Spitzenvertretern der Deutschen Holz- und Forstwirtschaft auf der Grünen Woche in Berlin. Über den Gemeinschaftsstand der Branche führten den Kanzler Jörn Kimmich, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) und Christian Haase, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR). Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Sicherung der Rohholzversorgung sowie die Rolle des Holzbaus für die Wiederbelebung der Baukonjunktur.

DHWR-Präsident Jörn Kimmich erklärte dem Bundeskanzler: „Wir brauchen ein Waldstilllegungs-Moratorium. Aus dem Umweltministerium fließen weiterhin erhebliche Steuermittel in Programme, die Wälder pauschal aus der Nutzung nehmen – etikettiert als Klimaschutz. Unsere Gesellschaft ist aber auf die Waldbewirtschaftung angewiesen. Denn wir brauchen den klimafreundlichen und nachhaltigen Rohstoff Holz für die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft. Außerdem müssen wir unsere Wälder an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. Das geht nicht, ohne den Wald zu verjüngen und mit geeigneten Baumarten zu erneuern.“

Ein zweiter Schwerpunkt des Gesprächs war das Bauen mit Holz. „Vorgefertigte Bauweisen sind ein zentraler Hebel für die Wiederbelebung der Baukonjunktur“, so Kimmich. „Die Unternehmen der Holzwirtschaft haben die Kapazitäten, um schnell, günstig und klimafreundlich Wohnraum und Infrastruktur zu schaffen. Sie benötigen jetzt die Flankendeckung durch die Politik: Insbesondere brauchen wir eine Reform des Vergaberechts, damit vorgefertigte Bauweisen bei Ausschreibungen endlich Chancengleichheit erhalten.“